Melisse

Schon in antiker Zeit kannten die Griechen das Kraut als Küchenwürze. Sie nannten es Melissa - Bienenkraut, weil sein starker

aromatischer Duft die Honigbienen anzieht. Die gezackten Blätter riechen zitronenähnlich und schmecken leicht bitter. Sie bilden, kurz vor der Blüte geerntet, eine würzige, erfrischende Zugabe zu vielen Speisen. Das Aroma der Melisse verträgt sich gut mit dem anderer

Gewürzkräuter, ergibt sogar in richtiger Mischung interessante Geschmackskombinationen. Mit Dill, Estragon und Borretsch zusammen passt  Melisse zu grünem Salat. Nimmt man noch Kerbel, Petersilie und Liebstöckel hinzu, hat man alle Zutaten für eine Kräutersoße, die, mit saurer

Sahne oder Mayonnaise gebunden, gut zu Eiern oder kaltem Braten schmeckt. Aus Hühnerbouillon und gewiegten Melisseblättern lässt sich eine appetitliche Frühlingssuppe bereiten. Mit Melisse, frisch gepflückt oder auch getrocknet, kann man Geflügel-, Fleisch-, Fisch- und Pilzgerichte würzen - als Austausch für Zitronenschale. Sie gibt auch Eierspeisen und Fruchtsuppen einen besonderen Wohlgeschmack und kann einer Bowle eine eigene Note verleihen. Auch in der Heilkunde wurde der Wert der Melisse erkannt. Paracelsus rühmte sie als ,,die beste Pflanze für das Herz". Sie gilt als bewährtes Hausmittel bei nervösen Magen- und Darmbeschwerden, Migräne und Schlaflosigkeit - als  Teeaufguß, wenn möglich zusammen mit Pfefferminze.

 

Bohnenkraut

Bohnenkraut, auch Pfefferkraut genannt, wird bei uns schon seit frühen Mittelalter angebaut und als Küchenkraut verwendet. Es macht  Speisen wohlschmeckend und bekömmlich. Köche und Heilkundige empfahlen es zu allen Zeiten, weil es ,,lust und begier zum essen erwecket". Von dem dunkelgrünen, in kleinen Büscheln wachsenden Kraut, das heute in vielen Gärten anzutreffen ist, nimmt man Stengel und Blätter und verwendet sie frisch oder getrocknet. Sie riechen stark aromatisch und schmecken scharf und pfefferartig - daher der Name Pfefferkraut. Kurz vor der Blüte geschnitten, ist die Würzkraft der Blätter am stärksten. Wie schon der Name sagt, ist es das passende Gewürz zu einem Bohnenrneintopf. Man nimmt es auch zu anderen Hülsenfrüchten, zu Linsen und Erbsen. Ein kleines Krautbündel lässt man zum Schluss  l0 Minuten mitkochen, weil bei längerem Kochen sonst die Bitterstoffe der Stengel frei werden. Bohnenkraut würzt kräftig, man sollte nicht zuviel ans Essen geben; sein Aroma übertönt sonst alles andere. Frische, kleingehackte Blättchen oder Triebspitzen passen auch in grüne oder gemischte Salate. Kartoffelpuffer erhalten durch eine Prise Bohnenkraut einen besonderen Geschmack.


Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!